Die Ortsdurchfahrt Wolfertschwenden beschäftigte jüngst den Bau- und den Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags. Der Bauausschuss befasste sich außerdem mit den Plänen für eine Dreifachturnhalle am Schulzentrum Bad Wörishofen und mit dem Teilneubau für den Bereich Fahrzeugtechnik der Staatlichen Berufsschule Mindelheim.
In der Vergangenheit gab es bereits um Wolfertschwenden mehrere Straßenbaustellen - der nördliche Teil der Ortsdurchfahrt und die Wolfertschwender Steige wurden ausgebaut. „Nun muss noch der südliche Teil der Ortsdurchfahrt, ein 450 Meter langer Teil der Kreisstraße MN 18, entsprechend ausgebaut werden“, erläuterte Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner in der gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses. Die Fahrbahn sei in einem schlechten Zustand. Obwohl die Bebauung teilweise nah an die Straße heranreiche, sollten die beidseitigen Gehwege im Zuge der Maßnahme verbessert werden. Gleichzeitig würde die Gemeinde Wolfertschwenden das Kanal- und Leitungsnetz erneuern und ein Wärmenetz verlegen.
Pleiner schätzte die Kosten für den Ausbau auf 900.000 Euro. Er erwarte jedoch eine Förderung von bis zu 50 Prozent. Der Bauausschuss empfahl dem Kreisausschuss einstimmig, die Maßnahme zu befürworten. Der Kreisausschuss kam dieser Empfehlung einstimmig nach.
Um den Teilneubau für den Bereich Fahrzeugtechnik an der Staatlichen Berufsschule Mindelheim ging es außerdem in der anschließenden Sitzung des Bauausschusses. Der Landkreis ist Sachaufwandsträger der Berufsschule. Der Teilneubau soll an der Luxenhoferstraße entstehen. „Das ist ein sehr komplexes Vorhaben, da an die Fachräume hohe technische Anforderungen gestellt werden“, hob Landrat Alex Eder hervor. Erste Gesamtkostenschätzungen liegen laut Hochbauamtsleiter Thomas Burghard bei 50 Millionen Euro - hier sind bereits mögliche Kostensteigerungen berücksichtigt. Erfahrungsgemäß sei für solche Vorhaben eine Förderung von 50 Prozent zu erwarten, so Burghard. Im nächsten Schritt werden nun die Planungsleistungen ausgeschrieben. Burghard stellte verschiedene Vergabestrategien vor. Er empfehle ein „Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb und Konzeptstudie“, sprich: Die Architekturbüros können sich ohne großen Aufwand über eine Vergabeplattform bewerben. Es werden fünf Bewerber ausgewählt und aufgefordert, am weiteren Verfahren teilzunehmen, indem sie schon eigene erste Konzepte erarbeiten. Anhand dieser Arbeiten wird dann das Planungsbüro ermittelt, welches den Zuschlag erhält. Diese Vergabestrategie befürworteten auch die Mitglieder des Bauausschusses mehrheitlich.
Über die Planung einer Dreifachturnhalle für das Schulzentrum Bad Wörishofen stimmte der Bauausschuss ebenfalls ab. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, dass die Hochbauverwaltung eine erste Planung und die Funktionalausschreibung erstellt. Das Projekt sollte dann von einem „Totalunternehmer“ aus einer Hand geplant und gebaut werden. Mit diesem Vorgehen habe man beim Bau des Schülerwohnheims in Bad Wörishofen gute Erfahrungen gemacht, betonte Burghard.
Da die Turnhalle sowohl von Schülern der Staatlichen Berufsschul-Außenstelle in Bad Wörishofen als auch von Schülern der Beruflichen Schulen Bad Wörishofen genutzt werden soll, muss dieses Thema auch in der Zweckverbandsversammlung der Beruflichen Schulen beraten werden.